Kulturpreis 2019: Würdige Feier für Otto Durrers vielseitiges Wirken

Im Rahmen einer würdigen Feier wurde am Sonntag der Krienser Kulturpreis 2019 an den Krienser Kulturförderer, Architekten und Netzwerker Otto Durrer verliehen. Im vollbesetzten Pilatussaal nahm der Geehrte Gratulationen und Ehre entgegen – und reichte diese in der gewohnt bescheidenen Art direkt an «seine» Institutionen weiter. 

Dabei wurde schnell klar, dass der Geehrte selber mit seinem vielfältigen Wirken eine «Institution» ist. Der 1952 «im Oberdorf» (einem Ortsteil von Kriens…) geborene Otto Durrer lebte und wirkte stets zu einem wesentlichen Teil in Kriens. Nach der Lehre als Hochbauzeichner und der Weiterbildung zum Architekten wirkte er in vielfältiger Art für Kriens – sei es als Kulturförderer, als Kulturvernetzer oder als Architekt mitunter auch bei der Erhaltung von Zeitzeugen. 

Der Kulturpreis werde deshalb in erster Linie ihm persönlich für sein Schaffen gewidmet, sagte Tino Küng, Co-Präsident der Krienser Kulturkommission, an der Übergabefeier. Hilar Stalder, Kurator des Museums im Bellpark, zeichnete in der Laudatio dann ein präzises Bild des Geehrten. Dass dieses Bild sehr eng auch mit dem Museum im Bellpark – einer der wichtigen Krienser Kulturinstitutionenverknüpft ist – war dabei natürlich kein Zufall.

Als Architekt plante und leitete Otto Durrer den Umbau der Villa Florida, in der 1991 das Museum im Bellpark eingerichtet werden konnte. Deshalb kennt er die Geschichte dieses Hauses seit den Anfängen wie kein anderer und setzt sich seit Beginn für dessen Bestand und Erfolg ein. Vernetzt mit dem lokalen Gewerbe und in gutem Kontakt zu den Behörden schaffte und schafft er Anbindung und Verankerung des Museums mit der Krienser Bevölkerung. Noch heute leitet Otto Durrer den Trägerverein des Museums.

Otto Durrers Wirken geht aber weit über das Museum im Bellpark hinaus. Die Idee des Ortsmuseums – der Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft – ist bei ihm aber längst die Lebensphilosophie. Sein Engagement im Bereich der Denkmalpflege der Stadt Kriens wurde deshalb explizit auch als Teil der Würdigung angeführt. So hat Otto Durrer jahrelang in der gemeinderätlichen Fachkommission schützenswerte Kulturobjekte mitgearbeitet und sich für den Erhalt und die Inventarisierung der schützenswerten Häuser in Kriens eingesetzt. Dazu gehören mit den Pförtnerhaus beim Schloss Schauensee und dem «Untereys», dem ältesten Holzhaus in Kriens,  zwei Kleinode der Krienser Baukultur. An der Restaurierung beider Häuser war Otto Durrer massgeblich beteiligt

Stadträtin Judith Luthiger überreichte den Preis als Vorsteherin des Bildungs- und Kulturdepartementes. Sie würdigte die Verdienste von Otto Durrer und sein unermüdliches Engagement für die Sache. Dass er sich selber dabei stets in den Hintergrund stelle, sei einer der wesentlichen Charakterzüge. Umso wichtiger sei es der Stadt, mit dem Kulturpreis 2019 dieses Wirken und diese Art von Otto Durrer zu würdigen.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch die Formation «Kene».

(Übernommen von einem Artikel auf stadt-kriens.ch)

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